Oberhausener Projekt „Go(o)d Kitchen“ erhält höchste Förderung des Programms „Kaleidoskop“

Preisverleihung des Förderpreises „KALEIDOSKOP – Kulturelle Vielfalt“, ausgelobt vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und der TARGOBANK
Fotos zur freien Verwendung unter Angabe des Urhebers: Preisverleihung des Förderpreises „KALEIDOSKOP – Kulturelle Vielfalt“, ausgelobt vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und der TARGOBANK | © Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., Fotograf: David Motz

Große Anerkennung für ein außergewöhnliches Kultur- und Sozialprojekt aus Oberhausen: Im Rahmen des Förderprogramms „Kaleidoskop“ haben der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und die TARGOBANK drei Projekte in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, die mit kulturellen Angeboten Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln.

Im Mittelpunkt des Förderprogramms steht die gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen einem gemeinnützigen künstlerischen Partner und einer sozialen Einrichtung. Beide Partner bringen ihre jeweiligen Stärken in die Projektarbeit ein und gestalten die Vorhaben gemeinsam.

Die höchste Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro erhielt das Oberhausener Projekt „Go(o)d Kitchen“, das von der Oberhausener Tafel gemeinsam mit dem Verein Kitev umgesetzt wird.

Die Oberhausener Tafel wird dabei zu einem Ort der Begegnung: Die „Go(o)d Kitchen“ verbindet gemeinsames Kochen mit Musik, Performance, Raumgestaltung und kulturellem Austausch. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entstehen Jam Sessions, offene Bühnenformate und weitere kreative Angebote, die von den Beteiligten selbst entwickelt und gestaltet werden.

Das Projekt knüpft zugleich an die Erfahrungen der Manifesta-Biennale im Ruhrgebiet an und greift Fragen von Architektur, Stadtentwicklung und Umnutzung bestehender Räume auf – beispielsweise im Umgang mit ehemaligen Kirchengebäuden. Unterschiedliche künstlerische Disziplinen treffen aufeinander und schaffen einen gemeinschaftlich getragenen Ort, der insbesondere Menschen in prekären Lebenssituationen anspricht und einlädt, sich aktiv einzubringen.

Die Preisverleihung fand am 13. Juni 2026 im Rahmen des Duisburger Kultur(en)-Festivals statt. Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Sören Link erfolgte die Laudatio und Urkundenübergabe durch Asli Sevindim. Die Trophäe wurde von Robin Mesarosch überreicht.

Die Oberhausener Tafel freut sich über die Auszeichnung und die Förderung, die es ermöglicht, neue Wege der kulturellen Teilhabe und gesellschaftlichen Begegnung zu beschreiten. Gemeinsam mit Kitev, das mit der „Refugee Kitchen“ im Duisburger Bahnhofsviertel bereits über umfangreiche Erfahrungen in diesem Arbeitsfeld verfügt, soll in den kommenden Monaten ein lebendiger Ort entstehen, an dem Kultur, Gemeinschaft und soziale Teilhabe zusammenfinden.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem bemerkenswerten Erfolg – 50.000 Euro und der erste Platz sind für die Oberhausener Tafel ein starkes Signal weit über Oberhausen hinaus.